Archive for the meta position Category

Haufenprinzip

Posted in meta position with tags on 07/06/2011 by clocktrick

Musik hat etwas mit Mathematik zu tun. Oder mit Haufen. Man addiert oder subtrahiert Töne und sie klingen. Oder man legt sie auf einen Haufen – schichten. Aber Haufen gibt es ja eigentlich nicht, denn ein Sandkorn ist kein Haufen, durch das hinzufügen eines Sandkorns entsteht auch kein Haufen, egal wie viele man dazulegt – ja, wie entsteht ein Haufen? Haufenprinzip, nur soviel wie nötig und soviel wie möglich.

Advertisements

das jahr in dem wir kontakt aufnehmen

Posted in meta position on 05/01/2010 by clocktrick

der körperscanner geht um, er wird euch holen und all eure dicken bäuche und ärsche gehen um die welt, direktanschluss ins youtube netz, direkt dahinter sitzt bohlen und dreht den daumen nach oben oder unten, wer nicht durchkommt wird für vier wochen im schinkenhaus am ballermann an den tresen gekettet – das hilft, neben euch sitzt grinse-westerheini und schwafelt ständig was von steuersenkung – will doch nur gutes tun – für die fdp, batsch – das riesenkinn von schlappschumi ist auf den tresen gekracht und hat westerheini mit umgerissen, die zwei sitzen hintereinander auf dem boden als ob es ein cart wäre und machen brummm, bruuummm, immer vorwärts, für die deutsche wirtschaft, die verträge sind unterschrieben, gebt dem hasen pfeffer oder mutttchen ein paar hallo wach, denn zwanzigzehn bedeutet:

keine flüge mehr ins ausland, kein fleisch mehr, nur noch elektroautos, alle daten an den staat, alles geld den banken, alle bilder ins internet, alle musik auf die festplatten, alle kultur in die tonne – es lebe die zivilisation.

inside outside

Posted in meta position on 23/10/2009 by clocktrick
schön dass man immer noch seiten im netz findet die nicht voll gekleistert sind mit irgendwelchen youtube links voll von durchgeknallten selbstdarstellern, dj-gedöns das nun wirklich keiner mehr hören will, was ist das alles langweilig, meine güte da ziehen wir aber mal unsere kisten wieder ans tageslicht und blasen dieses ganze gesocks an die wand, jugend hä?
bin ich froh dass ich sone scheisse nie erleben musste, da dreht sich ja selbst meine oma im grab rum, und seit heut morgen muss ich mir in allen medien dieses arschloch err-o-bie w. mit seinem unerträglichen gedudel anhören und sehen nur weil er seinen fickarsch nach berlin bewegt hat, wen interessiert das, scheinbar sind die allerletzten schlampen und bräsigboys für nichts anderes mehr zu gebrauchen als ab durch die mitte, schiesst sie in den wind und vergesst nicht das fenster wieder zuzumachen dass wir das ganze geschleim nicht wieder postwendend zurückbekommen, denn so fern von mutti das ist ja schon wieder irgendwie, ich sach mal, ne, kenn ich ich nich, kommt mir so unbekannt vor…
und dann seh ich am feierabend ran auf sat1 (soll angeblich was mit fussball zu tun haben) und dieses käsegesicht kern-eh-er mit kasper-franz, der inzwischen die goldmedaille für demenzkranke in der öffenlichkeit verdient hat, ja, der klinsi hat bei uns gute arbeit geleistet, käsekern-eh-er sagt nichts und guckt in die gegend und meldet sich nach ner kurzen pause wieder, die dann mal gut ne gefühlte halbe stunde dauert in der man  mit nicht enden wollendem mutti-lotti-der herr von der versicherung-und so wird es doch am besten sauber-das ist mein bescheuertes projekt zugeschissen wird, und kasperfranz lächelt immer noch mit seiner gebissfresse aus giesing, schön wärs wenn wir wir nur 2:1 verlieren dann ham wir im rückspeil noch alle möglichkeiten, heee he he, das soll bayern sein, geh doch zu guido der heulsuse, der kriegt ja nich ma n englischen satz raus, wehe wenn der es mit seiner zukünftigen kollegin frau justizminister peoplehousing-buzzmountain zu tun bekommt, my god, der steigt vor lauter schreck mit wowi ins bett, eeyy voll druff und kein zentimeter weichen, so jungs, wünsch euch ein schönes wochende, schön gegessen, jetzt noch was trinken und nicht vergessen:
sometimes I get wiring loose inside my head

ganz im ernst

Posted in meta position on 19/04/2009 by clocktrick

ganz im ernst!
ich antworte auf mails nur wenn ich bock dazu habe.
wenn man mich anruft sollte man auch davon ausgehen dass ich nicht zurückrufe.
es ist mir scheißegal ob mich gerade jemand ansimst.
Soziale netzwerke sind für mich sinnlos und zeitverschwendung. twitteridii – twitteridaa.
mit freunden spreche ich persönlich und buddies laufen für mich nur im tv.

2k problem

Posted in meta position on 31/12/1999 by clocktrick
Die ganze Wahrheit scheint nicht ans Tageslicht zu kommen. Der alltägliche Wahnsinn. Die Gipfelstürmer in Atemnot an der Steilflanke der Eiger-Nordwand. Und oben steht nur ein Kreuz. Was soll die Anstrengung für ein Zeichen, das einem gekreuzigten Mann gewidmet ist.
Durch die Lande im Eiltempo, die neuen Trassen lassen das Leben noch schneller vorbei fliegen, innen alles abgeschottet, kein Geräusch dringt mehr herein, kein Lufthauch zieht mehr durchs Abteil, sanft schaukelnd fliegen wir mit Tempo 250 durch das Land, Gegenwart hinter uns lassend.
Und wir wissen, dass wir fliehen. Und wir wissen, dass es nur Ablenkung für ein paar Tage ist. Und wir wissen, dass das Leben uns nichts schenkt. Hol es dir und du musst dich vor dir selbst nicht rechtfertigen. Keine Ahnung, was mich noch zum Lachen bringt. Sehe hinaus und sehe die Landschaft, die Städte. Sehe immer das gleiche. Aber es gehört zu mir, ich bin da zu Hause. Seltsamerweise. Weiß nicht, wo ich mich sonst zugehörig fühlen sollte. Zu diesen akkurat gepflügten Ackerfurchen, diesen wie zufällig eingestreuten Waldabschnitten, diesen überschaubaren, auf Traufhöhen zurechtgestutzten Stadtansichten, diesen, sauberen, bürgerlichen Wohngebieten.
Rede wieder. Setze Eckpunkte. Ansichten werden nicht mehr hingenommen, trete heraus aus deiner Verkleidung, sieh mir ins Gesicht, sag was du willst. Antworte wieder. Keine Sache des Standpunkts, eine Sache des Gefühls, keine Frage des Wollens, eine Frage des Wissens. Frage wieder. Ansichten, Einsichten, nur Geschichten, und immer wieder der Trivialroman. Bei uns allen. Kein Intellekt, Bauerntheater. Höre wieder zu. Preisgebende Gefühle, vereinnahmte Bekundung, der Mülleimer meiner Sozialisation, von allen wahrgenommen, von allen benutzt, von allen missbraucht.
Was passiert, wenn du deine bürgerliche Existenz erreicht hast, wenn du weißt, dass es das jetzt gewesen ist? Können die Jungen noch einmal den Weg aufzeigen? Sie scheinen selbst ausgepowert, selbstvergessen am Rande der Zeit, behandeln alte Moden als den letzten Schrei und versuchen mit dem Leben Schritt zu halten. Nein, das brauchst du dir nicht mehr anzutun. Und die Alten im Jammertal über die Schlechtigkeit allen Seins, Nöligkeit über jede verpasste Chance, Selbst verliebt ziehen sie ihre Kreise, wie die Condore ziehen sie ihre Bahn um auch den letzten Krüppel noch auf den Friedhof der Amerikanischen Tellerwäscher zu befördern.
Bin wieder oben. Da, wo ich schon einmal war und abgestürzt bin. Wer fängt mit mir den Streit an, der meiner Seele den letzten Schlag verpasst? Wer tritt mir eine in die Eier, dass der Samen nicht wieder nutzlos in ein Papiertuch spritzt? Wer haut mir eine auf den Schädel, dass der Gedanke, es könnte auch alles ganz anders sein von meiner Zelle aufgesogen wird?
Sommer wie Winter, es fühlt sich alles gleich an. Die alltägliche Paranoia. Gründet einen Kleinstaat hieß es, da könnt ihr was erleben hieß es. Sie führen wieder Krieg und alle schauen weg. Nur die ewig Gestrigen wollen da noch mitmachen.
Betriebssysteme als der letzte Schrei, Datennetze als Kulturgut und Schriftsteller, die die Geschichte um deuten, also warum sollten wir nicht daran teilhaben.
Wir werden sehen. Bis zum Jahr 2000 ist es ja nicht mehr weit. Aber wer gedacht hat, dass sich bis dahin etwas ändert, wird sich schwer im Grabe umdrehen. Und wer denkt er könnte etwas ändern, sollte nach Hollywood gehen und Dinosauriereier ausgraben.
Die Fiktion als Realität. Das Chaos als Ordnung. Langhaarige in Badelatschen vor den Monitoren der Zeit, Weisskittel im Massanzug mit intellektuellem Anstrich als Wissenschaftler verkleidet, ihnen gehört die Zukunft, der Traum wird wahr.
Hätte Ronnie doch anstatt zum Telefon zu greifen auf den roten Knopf gedrückt. Und einige hätten wieder genickt und gesagt, wir haben es ja schon immer gewusst. Und wir hätten das Fegefeuer als Technoparty zur WorlwideOverdosedAction gefeiert. Und keiner der sich zurück nimmt.
Ich sehe es kommen. Ich war schon einmal da. Ich habe es miterlebt. Ich weiß wovon ich rede. Nur keiner hört zu. Also rede ich mit mir selbst. Manchmal kann ich mich selbst nicht mehr hören. Und wenn es dann wieder soweit ist, denke ich, der spinnt. Der hat sie nicht mehr alle. So wird es sein. So war es immer.